Trockene Augen sind nicht nur unangenehm, sondern können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Ein ständiges Brennen, Jucken oder das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, sind typische Beschwerden. Oft tränen die Augen paradoxerweise sogar vermehrt, da sie versuchen, den Mangel an Tränenflüssigkeit auszugleichen.
Hinter trockenen Augen steckt meist eine Störung des Tränenfilms, der die Augenoberfläche schützt und für klares Sehen sorgt. Die Ursachen können vielfältig sein – von Umwelteinflüssen über Bildschirmarbeit bis hin zu hormonellen Veränderungen oder bestimmten Erkrankungen.
Damit trockene Augen nicht zu langfristigen Schäden führen, ist eine gezielte Behandlung wichtig. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und die Augengesundheit zu erhalten. Welche Ursachen infrage kommen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was sind trockene Augen?
Trockene Augen entstehen, wenn entweder zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird oder die Tränen zu schnell verdunsten. Oft liegt das Problem in einer veränderten Zusammensetzung des Tränenfilms, der normalerweise aus drei Schichten besteht: einer Schleim-, einer wässrigen und einer Fettschicht. Die Schleimschicht sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit an der Augenoberfläche haftet, während die wässrige Schicht das Auge mit Feuchtigkeit, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Fettschicht verhindert, dass die Tränen zu schnell verdunsten.
Damit die Augen optimal geschützt und befeuchtet bleiben, muss der Tränenfilm stabil sein und sich mit jedem Lidschlag gleichmäßig über die Augenoberfläche verteilen. Blinzeln wir weniger – zum Beispiel durch konzentrierte Bildschirmarbeit – oder ist die Zusammensetzung der Tränen gestört, kann es zu trockenen Augen kommen.
Warum ist der Tränenfilm so wichtig?
Der Tränenfilm übernimmt viele essenzielle Aufgaben für die Gesundheit und Funktion der Augen. Er sorgt für eine glatte Oberfläche, damit das Licht optimal gebrochen wird und wir klar sehen können. Da die Hornhaut keine eigenen Blutgefäße besitzt, versorgt der Tränenfilm sie mit Sauerstoff und Nährstoffen. Zudem dient er als Gleitmittel, damit sich die Augenlider sanft über das Auge bewegen können, und schützt die Augen vor Staub, Keimen und Reizstoffen. Spezielle Proteine in der Tränenflüssigkeit wirken sogar antibakteriell und unterstützen die Immunabwehr.
Welche Symptome treten bei trockenen Augen auf?
Trockene Augen machen sich oft durch ein unangenehmes Fremdkörpergefühl, Brennen oder Jucken bemerkbar. Auch Rötungen, müde wirkende Augen und gelegentliche Schmerzen sind möglich. Manche Betroffene berichten von verschwommenem Sehen oder Lichtempfindlichkeit. In schweren Fällen kann die Hornhaut Schaden nehmen und sich eintrüben.
Ein scheinbar widersprüchliches Symptom ist verstärkter Tränenfluss. Dies geschieht, weil die Augen auf die Trockenheit mit einer reflexartigen Produktion von Tränen reagieren. Allerdings ist diese Tränenflüssigkeit oft qualitativ minderwertig und verdunstet schnell oder läuft ungenutzt über die Lidkanten ab.
Trockene Augen sind weit mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit – sie können den Alltag stark beeinträchtigen. Um langfristige Schäden zu vermeiden, ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und die richtige Behandlung zu finden.
Was sind die häufigsten Ursachen für trockene Augen?
Trockene Augen können viele verschiedene Ursachen haben, die oft zusammenwirken. In den meisten Fällen liegt das Problem in einer zu schnellen Verdunstung des Tränenfilms, während ein tatsächlicher Mangel an Tränenflüssigkeit seltener vorkommt. Häufig ist eine Kombination beider Faktoren verantwortlich.
Störungen der Meibom-Drüsen
Die Meibom-Drüsen produzieren die Fettschicht des Tränenfilms, die verhindert, dass die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet. Sind diese Drüsen in ihrer Funktion gestört – etwa durch Verstopfungen oder Entzündungen –, bleibt der Tränenfilm nicht stabil und die Augen trocknen schneller aus.
Umwelteinflüsse
Unsere moderne Lebensweise trägt maßgeblich zur Entstehung trockener Augen bei. Besonders Bildschirmarbeit sorgt dafür, dass wir seltener blinzeln, wodurch der Tränenfilm nicht gleichmäßig verteilt wird. Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen, Rauch oder Zugluft können das Problem zusätzlich verstärken, da sie die Verdunstung der Tränenflüssigkeit beschleunigen.
Hormonelle Veränderungen
Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Schwankungen im Alter beeinflussen die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit. Besonders Frauen leiden häufiger unter trockenen Augen, da Östrogene eine Rolle in der Tränenproduktion spielen.
Kontaktlinsen
Das Tragen von Kontaktlinsen kann die Augen austrocknen, da sie wie eine Barriere zwischen dem Tränenfilm und der Augenoberfläche wirken. Manche Linsenmaterialien entziehen zudem Feuchtigkeit, was das Trockenheitsgefühl verstärken kann.
Medikamente als Auslöser
Bestimmte Medikamente können die Tränenproduktion reduzieren oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändern. Dazu gehören unter anderem Betablocker, Antidepressiva, Hormonpräparate, Diuretika oder Medikamente gegen Allergien.
Augenoperationen und Laserbehandlungen
Nach Augenoperationen – einschließlich Augenlaser-Behandlungen – kann es vorübergehend zu trockenen Augen kommen. Besonders nach dem Lasern kann die Nervenversorgung der Hornhaut beeinflusst sein, wodurch das Auge weniger Tränen produziert. In den meisten Fällen normalisiert sich dies jedoch nach einiger Zeit.
Allgemeine Erkrankungen
Verschiedene systemische Erkrankungen können trockene Augen begünstigen. Dazu gehören rheumatische Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Hautkrankheiten wie Rosazea.
Können trockene Augen nach einer Augenlaserbehandlung auftreten?
Trockene Augen gehören zu den häufigeren, jedoch in der Regel vorübergehenden Nebenwirkungen nach einer Augenlaserbehandlung. Der Grund dafür liegt darin, dass bei diesem Eingriff die Oberfläche der Hornhaut verändert wird. Dies kann zu einer verminderten Tränenproduktion oder einer instabilen Zusammensetzung des Tränenfilms führen, was zu einem unangenehmen Trockenheitsgefühl führt.
Warum kann es nach einer Augenlaserbehandlung zu trockenen Augen kommen?
Während einer Augenlaserbehandlung werden feine Nervenfasern in der Hornhaut des Auges beeinflusst. Diese Nerven sind dafür verantwortlich, die Tränenproduktion zu steuern. Nach dem Eingriff kann es daher zu einer vorübergehenden Verringerung der Tränenproduktion kommen. Zusätzlich kann sich die Zusammensetzung des Tränenfilms verändern, da die Struktur der Hornhaut noch nicht vollständig verheilt ist. Das begünstigt eine schnellere Verdunstung der Tränenflüssigkeit und verstärkt das Gefühl der Trockenheit.
Sind trockene Augen nach einer Augenlaserbehandlung nur vorübergehend?
In den meisten Fällen sind trockene Augen nach einer Augenlaserbehandlung nur vorübergehend. Nach einigen Wochen bis Monaten regenerieren sich die Nervenfasern in der Hornhaut, und die Tränenproduktion normalisiert sich. Auch die Hornhautstruktur stabilisiert sich nach und nach. Bei den meisten Patienten verschwinden die Beschwerden mit der Zeit.
Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Wenn Sie bereits vor der Behandlung zu trockenen Augen neigten, kann das Trockenheitsgefühl länger anhalten oder sogar dauerhaft bestehen bleiben. Daher ist es wichtig, den Heilungsprozess genau zu beobachten und bei Bedarf unterstützende Maßnahmen zu ergreifen.
Welche Maßnahmen helfen nach der Behandlung gegen trockene Augen?
Nach einer Augenlaserbehandlung kann es vorkommen, dass sich Ihre Augen vorübergehend trocken anfühlen. Das ist ganz normal und lässt sich mit ein paar einfachen Maßnahmen gut in den Griff bekommen.
Künstliche Tränen sind eine schnelle und wirksame Hilfe. Diese speziellen Augentropfen – idealerweise ohne Konservierungsstoffe – unterstützen den natürlichen Tränenfilm und lindern das Trockenheitsgefühl. Sie können sie ganz nach Bedarf anwenden, um Ihren Augen mehr Feuchtigkeit zu geben.
Auch Ihre Ernährung kann einen positiven Einfluss haben. Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch wie Lachs oder in Leinsamen enthalten sind, können die Zusammensetzung des Tränenfilms verbessern und so das Wohlbefinden der Augen fördern. Eine ausgewogene Ernährung kann also dazu beitragen, den Heilungsprozess zu unterstützen.
Besonders in den ersten Wochen nach der Behandlung ist es wichtig, auf die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen zu achten. Trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen können dafür sorgen, dass Ihre Tränen schneller verdunsten. Ein Luftbefeuchter oder einfach eine Schale Wasser auf der Heizung kann hier schon Abhilfe schaffen.
Wenn Sie viel am Bildschirm arbeiten, sollten Sie bewusst darauf achten, häufig zu blinzeln und regelmäßig Pausen einzulegen. Gerade bei konzentriertem Arbeiten am Computer oder Handy blinzeln wir oft weniger, wodurch die Augen schneller austrocknen. Kurze Pausen und bewusstes Blinzeln helfen, den Tränenfilm gleichmäßig zu verteilen.
Mit diesen einfachen Tipps können Sie Ihre Augen optimal unterstützen und dafür sorgen, dass sich Ihr Blick schnell wieder frisch und klar anfühlt.
Wann sollten Sie bei trockenen Augen nach der Behandlung einen Arzt aufsuchen?
Wenn die Beschwerden mehrere Monate andauern, sich verschlimmern oder von weiteren Symptomen wie starken Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen begleitet werden, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. In solchen Fällen kann der Arzt gezielte Behandlungen empfehlen, wie beispielsweise spezielle Tropfen oder in einigen Fällen das Verschließen der Tränenkanäle, um die Tränenflüssigkeit länger auf der Augenoberfläche zu halten.
In unserer Augenlaserklinik Excimer ist es uns ein Anliegen, Sie während des gesamten Behandlungsprozesses bestmöglich zu betreuen. Sollten Sie Fragen haben oder länger anhaltende Beschwerden bemerken, stehen wir Ihnen gerne zur Seite und unterstützen Sie mit einer individuellen Beratung und Behandlung.
Wie werden trockene Augen diagnostiziert?
Damit trockene Augen gezielt behandelt werden können, ist eine genaue Diagnose wichtig. In der Excimer Augenlaserklinik nehmen wir uns die Zeit, Ihre Beschwerden sorgfältig zu untersuchen und die Ursache für das Trockenheitsgefühl zu finden. Dabei prüfen wir sowohl die Menge als auch die Qualität der Tränen, denn beide Faktoren sind entscheidend für die Befeuchtung Ihrer Augen.
Um herauszufinden, wie viel Tränenflüssigkeit Ihr Auge produziert, setzen wir Tests wie den Schirmer-Test oder den Phenolrot-Faden-Test ein. Beim Schirmer-Test wird ein kleiner Papierstreifen ins Unterlid gelegt, um zu messen, wie viele Tränen innerhalb weniger Minuten produziert werden. Der Phenolrot-Faden-Test funktioniert ähnlich, nutzt aber einen speziellen Faden, der durch die Tränenflüssigkeit seine Farbe verändert – das ermöglicht eine noch genauere Messung.
Neben der Tränenmenge spielt auch die Zusammensetzung des Tränenfilms eine große Rolle. Mit dem Break-up-Time-Test (BUT) prüfen wir, wie lange der Tränenfilm stabil bleibt, bevor er aufreißt. Das gibt Aufschluss darüber, ob das Auge ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist. Zusätzlich kann eine Meibographie sinnvoll sein. Dabei werden die Meibom-Drüsen untersucht, die für die Fettschicht des Tränenfilms zuständig sind. Wenn diese Drüsen nicht richtig arbeiten, kann die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunsten – eine häufige Ursache für trockene Augen.
Dank dieser Untersuchungen können wir genau feststellen, was Ihre Augen brauchen, und eine passende Behandlung empfehlen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für trockene Augen?
Die Therapie trockener Augen hängt von der Ursache und der Schwere der Beschwerden ab. Oft helfen bereits einfache Anpassungen im Alltag, um die Symptome zu lindern. Eine Verbesserung des Raumklimas, regelmäßiges Blinzeln – besonders bei Bildschirmarbeit – und eine bewusste Ernährung können erste positive Effekte haben. Zusätzlich gibt es zahlreiche Pflegeprodukte wie künstliche Tränen, Sprays oder Salben, die gezielt eingesetzt werden können.
Welche Augentropfen helfen wirklich?
Künstliche Tränen sind das Mittel der Wahl bei trockenen Augen. Sie ersetzen die fehlende Tränenflüssigkeit oder verbessern deren Qualität. Dabei gibt es unterschiedliche Formulierungen:
- Wässrige Tropfen sorgen für eine schnelle Linderung, müssen aber häufiger angewendet werden.
- Dickflüssigere Gele bieten eine länger anhaltende Befeuchtung, können jedoch vorübergehend das Sehvermögen beeinträchtigen.
- Fetthaltige Sprays helfen besonders, wenn die Fettschicht des Tränenfilms gestört ist.
Wichtig: Augentropfen sollten frei von Konservierungsstoffen sein, da diese die Augen zusätzlich reizen können.
Was bringen spezielle Wärme- und Lidmassagen?
Trockene Augen entstehen häufig durch eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen, die die Fettschicht des Tränenfilms produzieren. Wärmebehandlungen und Lidmassagen können helfen, diese Drüsen zu aktivieren und die Fettschicht zu verbessern. Spezielle Wärmemasken oder Lidkompressen sorgen dafür, dass die Sekrete in den Drüsen wieder flüssiger werden und leichter abfließen.
Wie wirken Medikamente oder verschreibungspflichtige Augentropfen?
Bei stärkeren Beschwerden können entzündungshemmende Augentropfen oder Medikamente notwendig sein. Diese enthalten oft Kortison oder Ciclosporin, um Entzündungen zu reduzieren und die Tränenproduktion zu steigern. Solche Präparate sollten jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.
Sind Punctum Plugs (Tränenwegsverschlüsse) eine langfristige Lösung?
Bei besonders trockenen Augen kann der Augenarzt winzige Verschlüsse (Punctum Plugs) in die Tränenkanäle einsetzen, um den Abfluss der Tränenflüssigkeit zu verringern. Dadurch bleibt die natürliche Tränenflüssigkeit länger auf der Augenoberfläche. Diese Methode kann vorübergehend oder dauerhaft angewendet werden und ist besonders für Patienten mit chronisch trockenen Augen eine Option.
Extrem trockene Augen – was hilft?
In schweren Fällen stehen weitere Therapien zur Verfügung:
- Therapeutische Kontaktlinsen schützen die Augenoberfläche und halten die Feuchtigkeit länger im Auge.
- Blutserum-Augentropfen werden aus dem eigenen Blut des Patienten hergestellt und enthalten Wachstumsfaktoren, die die Heilung unterstützen.
- In manchen Fällen kann eine systemische Behandlung mit Medikamenten sinnvoll sein.
Wann sollte man bei trockenen Augen einen Arzt aufsuchen?
Trockene Augen sind mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit. Bleiben sie unbehandelt, kann die gestörte Befeuchtung der Augenoberfläche langfristig zu Entzündungen, Infektionen oder sogar Schäden an der Hornhaut führen. In schweren Fällen kann sich das Sehvermögen verschlechtern – daher ist es wichtig, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
In der Excimer Augenlaserklinik nehmen wir uns Zeit, die Ursache Ihrer Beschwerden genau zu analysieren und individuell auf Sie abgestimmte Lösungen zu finden. Je nach Schweregrad und Auslöser der trockenen Augen setzen wir verschiedene Behandlungsansätze ein – von befeuchtenden Augentropfen über spezielle Therapien zur Stabilisierung des Tränenfilms bis hin zu weiterführenden Maßnahmen, wenn eine ernsthaftere Grunderkrankung vorliegt.
Wenn Sie merken, dass Ihre Beschwerden anhalten oder sich verschlimmern, warten Sie nicht zu lange – ein frühzeitiger Arztbesuch kann verhindern, dass sich die Symptome verstärken oder dauerhafte Schäden entstehen. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen dabei, wieder ein angenehmes und beschwerdefreies Sehgefühl zu genießen.
Kontakt zu Excimer
Kontaktieren Sie uns per E-Mail an info@excimer.at oder per Kontaktformular, um sich einen Beratungs- oder Behandlungstermin auszumachen!