Kurzsichtigkeit entwickelt sich oft schleichend und tritt häufig in der Jugend auf. Menschen, die kurzsichtig sind, haben Schwierigkeiten, entfernte Objekte klar zu sehen, während sie in der Nähe gut sehen können. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Krankheit, sondern eine funktionale Beeinträchtigung der Augen. Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit dieser Sehschwäche umzugehen. Optische Hilfsmittel wie Brillen oder Kontaktlinsen sind die gängigsten Lösungen. Für diejenigen, die eine dauerhaftere Lösung wünschen, stehen auch chirurgische Eingriffe zur Verfügung, die die Sehkraft nachhaltig verbessern können.

Was ist Myopie (Kurzsichtigkeit)?
Myopie, auch bekannt als Kurzsichtigkeit, ist eine häufige Sehschwäche, bei der das scharfe Sehen in der Ferne eingeschränkt ist. Betroffene nehmen entfernte Objekte verschwommen wahr, während sie nahe Dinge klar sehen können. Diese Sehstörung kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.
Wie entsteht Myopie?
Die Entstehung von Myopie beruht hauptsächlich auf einer Veränderung der Augenform. Genauer gesagt, wenn der Augapfel länger ist als gewöhnlich, trifft das Licht, das aus der Ferne ins Auge fällt, nicht direkt auf der Netzhaut, sondern davor. Dies führt dazu, dass Bilder von entfernten Objekten unscharf erscheinen. Die genauen Ursachen für diese Veränderung im Augapfel sind bislang nicht vollständig geklärt, doch wird angenommen, dass genetische Faktoren, Umweltbedingungen und Lebensstil eine Rolle spielen können.
Zusätzlich wird vermutet, dass intensive Naharbeit, wie Lesen oder die Nutzung von Bildschirmen, das Risiko für die Entwicklung von Myopie erhöhen kann. Dies ist besonders relevant in der heutigen Zeit, in der viele Menschen, einschließlich Kinder und Jugendliche, einen Großteil ihres Tages mit digitalen Geräten verbringen. Die Kombination aus genetischen Veranlagungen und modernen Lebensweisen könnte somit die Häufigkeit von Kurzsichtigkeit erhöhen.
Myopie ist keine Krankheit im klassischen Sinne, sondern eine funktionale Beeinträchtigung, die relativ leicht mit Brillen oder Kontaktlinsen korrigiert werden kann. In vielen Fällen entscheiden sich Betroffene auch für chirurgische Optionen, um ihre Sehkraft langfristig zu verbessern.
Welche Symptome sind typisch für Kurzsichtigkeit?
Menschen mit Kurzsichtigkeit haben Schwierigkeiten, entfernte Objekte klar zu erkennen. So fällt es ihnen zum Beispiel schwer, Gesichter in der Ferne zu identifizieren oder Straßenschilder rechtzeitig zu lesen. In Schulen oder Universitäten kann das Lesen von Texten an der Tafel problematisch sein, da die Schrift aus der Entfernung unscharf erscheint. Auch in der Natur bemerken kurzsichtige Personen zwar größere Strukturen wie Bäume, können aber keine Details wie einzelne Blätter oder Äste deutlich sehen.
Ein typisches Zeichen für Kurzsichtigkeit ist das Zusammenkneifen der Augen, um entfernte Objekte besser zu sehen. Durch diese Verengung der Augenlider wird die Pupille kleiner, was die Tiefenschärfe verbessert und das Bild etwas klarer erscheinen lässt. Allerdings ist dies keine dauerhafte Lösung und kann zu weiteren Beschwerden führen. Häufig treten bei Betroffenen auch Kopfschmerzen auf, besonders nach Tätigkeiten, die scharfes Sehen in die Ferne erfordern, wie das Autofahren.
Wie wird Kurzsichtigkeit diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt durch eine augenärztliche Untersuchung, bei der die Brechkraft des Auges gemessen wird. Dieser Messwert, in Dioptrien angegeben, zeigt die Korrekturstärke von Brillengläsern oder Kontaktlinsen an. Bei einer Myopie liegen die Dioptrienwerte im negativen Bereich. Je weiter der Wert von 0 dpt abweicht, desto ausgeprägter ist die Kurzsichtigkeit. Eine leichte Myopie liegt zwischen 0 und -1 dpt, während Werte bis -3 dpt häufig eine Korrektur erfordern. Ab -6 dpt spricht man von starker Kurzsichtigkeit, die das Risiko für weitere Augenkrankheiten erhöhen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Myopie und Astigmatismus?
Myopie entsteht, wenn der Augapfel zu lang ist oder die Hornhaut zu stark gekrümmt, was dazu führt, dass Licht vor der Netzhaut fokussiert wird. Das macht das Sehen in der Ferne unscharf, während nahe Objekte klar bleiben. Astigmatismus hingegen resultiert aus einer unregelmäßigen Hornhautform, wodurch Licht an mehreren Punkten auf der Netzhaut fokussiert wird. Das führt zu Verzerrungen und Unschärfe in allen Entfernungen, so dass sowohl nahe als auch entfernte Objekte betroffen sind.
Zudem unterscheiden sich die Symptome: Myopie verursacht Schwierigkeiten, entfernte Objekte wie Straßenschilder zu erkennen, während Astigmatismus oft zu Problemen beim Erkennen gerader Linien und zu Kopfschmerzen führt. Beide Fehlsichtigkeiten können gleichzeitig auftreten und benötigen unterschiedliche Korrekturmaßnahmen.
Kann man Myopie heilen?
Kurzsichtigkeit ist nicht heilbar, da sie durch einen zu langen Augapfel verursacht wird. Eine dauerhafte Behandlung der Ursachen ist daher nicht möglich. Allerdings kann die Sehschwäche effektiv korrigiert werden. Das geschieht meist durch Brillen oder Kontaktlinsen, die die Sicht verbessern. Aber auch Laserbehandlung können Kurzsichtigkeit effektiv und langfristig korrigieren.
Wie wird Myopie behandelt?
Die Behandlung von Myopie, auch bekannt als Kurzsichtigkeit, kann auf verschiedene Weise erfolgen, je nach Schwere der Sehschwäche.
Welche konservativen Behandlungsmethoden gibt es (Brillen, Kontaktlinsen)?
Brillen mit Minusgläsern sind die einfachste und am weitesten verbreitete Option. Diese Linsen haben einen negativen Brechwert, der das Licht so bricht, dass entfernte Objekte klar auf der Netzhaut abgebildet werden. Moderne Techniken ermöglichen es, diese Brillen sehr dünn und leicht zu gestalten, selbst bei höheren Dioptrienwerten. Kontaktlinsen sind eine weitere beliebte Wahl, da sie direkt auf das Auge gesetzt werden und den Vorteil bieten, das Gesichtsfeld nicht einzuschränken. Es gibt verschiedene Arten von Kontaktlinsen, darunter Tages- und Monatslinsen sowie spezielle Nachtlinsen, die bequem zu tragen sind.
Welche Laserbehandlungen sind für Myopie geeignet?
Es gibt verschiedene Laserbehandlungen, die bei Myopie in Betracht gezogen werden können, um die Brechkraft des Auges dauerhaft zu verändern. Die LASIK Wavefront-Methode kombiniert chirurgische Präzision mit einer Laserbehandlung. Zunächst wird eine dünne Schicht der Hornhaut (Flap) präzise eingeschnitten und zur Seite geklappt. Danach wird das Hornhautgewebe mit einem Laser abgetragen, wodurch die Krümmung der Hornhaut verändert und die Sehkraft verbessert wird.
Schnittfreie Verfahren
Epi-LASIK ist eine Weiterentwicklung der LASIK und verzichtet auf das Schneiden der Hornhaut. Stattdessen wird die oberste Zellschicht der Hornhaut zur Seite geschoben. Nach der Laserbehandlung wird das Epithel wieder zurückgeklappt und mit einer schützenden Kontaktlinse bedeckt. Epi-LASIK ist ideal für Patienten mit dünner Hornhaut und bietet eine sanfte Heilung.
Die LASEK Wavefront ist ähnlich wie Epi-LASIK, aber anstelle eines Schneidens wird das Epithel mit Alkohol gelöst und zur Seite geklappt. Der Laser verändert die Hornhautkrümmung, danach wird das Epithel zurückgelegt und mit einer Kontaktlinse geschützt. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn die Stabilität der Hornhaut erhalten bleiben muss.
Ein komplett berührungsfreies Verfahren ist das C-TEN/No Touch SmartSurface, welches ohne Schnitte oder mechanische Eingriffe auskommt. Der Laser entfernt die oberste Hornhautschicht, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Die SmartPulse-Technologie sorgt für eine glattere Hornhaut und eine schnellere Heilung.
Die Excimer-Lasertechnologie, die in diesen Verfahren eingesetzt wird, bietet zahlreiche Vorteile. Sie arbeitet präzise und minimiert das Risiko von Komplikationen, da sie Gewebe gezielt und schonend entfernt. Sie profitieren von einer schnelleren Genesung und einer signifikanten Verbesserung ihrer Sehschärfe nach dem Eingriff.
Kann Myopie im Kindesalter behandelt werden?
Kurzsichtigkeit entwickelt sich bei Kindern häufig erst nach der Einschulung und wird daher oft als Schulmyopie bezeichnet. Sie tritt in der Regel zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr auf. Je früher die Kurzsichtigkeit beginnt, desto höher sind gewöhnlich die Dioptrienwerte, die das Kind später erreicht. Bis zum Alter von etwa 20 Jahren schreitet die Myopie typischerweise fort und stabilisiert sich dann in den 20ern oder 30ern. Obwohl der genaue Verlauf der Myopie bei Kindern nicht vorhersagbar ist, gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Umweltfaktoren, wie vermehrtes Spielen und Aufhalten im Freien, das Risiko der Kurzsichtigkeit reduzieren können.
Ab welchem Alter kann man eine Laserbehandlung in Erwägung ziehen?
Eine Laserbehandlung zur Korrektur der Myopie wird in der Regel erst ab einem Alter von 18 Jahren empfohlen. Das liegt daran, dass sich die Sehstärke bei Kindern und Jugendlichen oft noch verändert. Eine Laserbehandlung kann erst dann sinnvoll durchgeführt werden, wenn die Sehstärke über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Jahren stabil bleibt. Vor dem 18. Lebensjahr wird daher meistens auf herkömmliche Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen zurückgegriffen.
Wie entwickelt sich Myopie im Laufe des Lebens?
Kurzsichtigkeit entwickelt sich im Laufe des Lebens unterschiedlich, je nach Person und Lebensphase. Bei vielen Menschen beginnt sie in der Kindheit, oft zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr. In dieser Zeit verschlechtert sich die Sehkraft meist schnell, weil das Auge noch wächst. Ab dem frühen Erwachsenenalter, etwa um das 20. bis 30. Lebensjahr, hört das Augenwachstum auf, und die Kurzsichtigkeit stabilisiert sich bei den meisten. Ab dem 30. Lebensjahr bleibt die Sehstärke in der Regel weitgehend stabil. Bei einigen Menschen kann sie jedoch auch bis ins Alter von 40 Jahren weiter schlechter werden. In seltenen Fällen, wie bei angeborener oder besonders starker Kurzsichtigkeit, kann die Sehkraft auch noch im höheren Alter weiter nachlassen. Umwelteinflüsse, wie viel Zeit am Bildschirm oder beim Lesen, können das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verstärken. Andererseits kann regelmäßiger Aufenthalt im Freien, vor allem bei Tageslicht, helfen, das Risiko einer Verschlimmerung zu verringern. Auch in der Schwangerschaft kann es zu einer vorübergehenden Verschlechterung kommen, die sich nach der Stillzeit meist wieder zurückbildet.
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei der Behandlung von Myopie?
Eine Laserbehandlung zur Korrektur von Myopie ist in der Regel sicher, trotzdem gibt es auch Risiken. Zu den häufigsten Risiken gehören Augeninfektionen, die durch die erhöhte Empfindlichkeit der Hornhaut nach dem Eingriff auftreten können. Einige Patienten berichten auch über eine erhöhte Blendempfindlichkeit, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen oder nachts. Auch Bildverzerrungen, wie das Sehen von Lichtkreisen (Halos) um Lichtquellen, sind mögliche vorübergehende Nebenwirkungen.
In manchen Fällen kann es zu Fehlkorrekturen kommen, bei denen die gewünschte Sehstärke nicht vollständig erreicht wird. Hier kann ein weiterer Eingriff nötig sein, um das Ergebnis zu verbessern. Häufig treten nach der Behandlung auch trockene Augen auf, was in der Regel innerhalb weniger Monate wieder verschwindet, in seltenen Fällen jedoch länger bestehen bleiben kann. Langfristig können seltene Nebenwirkungen wie eine verminderte Kontrastwahrnehmung oder anhaltende Lichtempfindlichkeit auftreten.
Die moderne Excimer-Lasertechnologie trägt jedoch erheblich zur Reduzierung dieser Risiken bei. Durch die hohe Präzision des Lasers wird Gewebe sehr gezielt entfernt, was das Risiko für Komplikationen wie Fehlkorrekturen deutlich verringert. Diese Technologie minimiert auch das Risiko von Langzeitfolgen, da sie auf schonende Weise arbeitet und die umliegenden Gewebe nicht beeinträchtigt.
Wer ist für eine Laserbehandlung bei Myopie geeignet?
Eine Laserbehandlung zur Korrektur von Myopie kann eine hervorragende Option sein, um auf Brillen oder Kontaktlinsen zu verzichten. Allerdings sind nicht alle Patienten dafür geeignet. Die besten Chancen auf Erfolg haben Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu 10 Dioptrien.
Wichtige Voraussetzungen sind eine stabile Fehlsichtigkeit, ein Alter zwischen 18 und 65 Jahren und das Fehlen von Augenkrankheiten wie Grauer oder Grüner Star. Auch bestimmte Vorerkrankungen, wie Rheuma, sowie Medikamente, die die Heilung der Hornhaut beeinträchtigen könnten, können gegen eine Behandlung sprechen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte von einer Laserbehandlung abgesehen werden.
Welche Voruntersuchungen sind notwendig?
Vor der Behandlung im Excimer Augenlaser Zentrum wird eine gründliche Voruntersuchung durchgeführt, die etwa zwei bis drei Stunden dauert. Dabei werden Ihre Augen auf Gesundheit und Fehlsichtigkeit geprüft. Zu den Tests gehören die Dioptriebestimmung, eine Analyse der Hornhaut und eine Wellenfrontmessung. Anhand der Ergebnisse entscheiden die Experten, ob Sie für eine Laserbehandlung geeignet sind.
Myopie und Bildschirmarbeit: Gibt es einen Zusammenhang?
Die zunehmende Bildschirmzeit, sei es durch Smartphones, Tablets oder Computer, wird zunehmend als potenzieller Risikofaktor für die Entwicklung und Verschlechterung von Kurzsichtigkeit (Myopie) angesehen. Studien zeigen, dass intensives Starren auf Bildschirme, besonders in der Nähe, die Augen belastet und die Sehkraft negativ beeinflussen kann. Das liegt daran, dass die Augen während der Bildschirmnutzung auf Nahsicht eingestellt sind, was zu einer Überanstrengung führen kann.
Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in dieser Entwicklungsphase viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, sind gefährdet. Die Nutzung digitaler Geräte hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, und diese ständige Naharbeit wird mit einem Anstieg der Kurzsichtigkeit in Verbindung gebracht. Es gibt Möglichkeiten, um das Risiko einer Verschlechterung der Kurzsichtigkeit durch intensive Bildschirmarbeit zu minimieren. Experten empfehlen, regelmäßige Pausen einzulegen und die Augen nach einer gewissen Zeit der Naharbeit auf etwas in der Ferne zu richten. Außerdem ist es wichtig, Kinder und Jugendliche dazu zu ermutigen, mindestens eine Stunde täglich draußen bei Tageslicht aktiv zu sein. Studien aus China belegen, dass mehr Tageslichtexposition einen positiven Einfluss auf die Augengesundheit hat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viel Zeit vor dem Bildschirm tatsächlich das Risiko für Kurzsichtigkeit erhöhen kann. Um diesem entgegenzuwirken, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Augen zu entlasten und die Vorteile von natürlichem Licht zu nutzen.
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